Ameisen im Can-o-Worms

Während Fruchtfliegen und Enchyträen (kleine weiße Würmer) im Wurmkomposter kein Problem für die Kompostwürmer darstellen, können Ameisen doch echten Schaden anrichten. Ameisen fressen nämlich die Wurmkokons und beschränken somit die Population in Deinem Can-o-Worms.
Um zu verhindern, dass die Ameisen in den Wurmkomposter einziehen kann man etwas Vaseline an den Füßen des Komposters anbringen oder die Füße in mit Wasser gefüllte Gläser stellen – beides dient als Barriere für die kleinen Invasoren.

Sollten die Ameisen bereits Einzug gehalten haben, kann man sie wieder vertreiben, indem man Zimtpulver in den Komposter streut. Das vertreibt die Ameisen und stört die Würmer nicht. Sicherheitshalber solltest Du auch nach der Ameisenkönigin forschen und diese auf jeden Fall entfernen!

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Komposthaufen umsetzen

In unserem relativ kleinen Garten versuchen wir, so viele Abfälle wie nur möglich zu kompostieren. Zentrale Kompostierstation ist natürlich unser Can-o-Worms Komposter mit seinen Bewohnern, die alle anfallenden Küchenabfälle gefräßig verwerten.
In einem Drahtbehälter sammeln wir das Herbstlaub und auch der herkömmliche Komposter aus Plastik ist noch im Einsatz. Hier kommt rein, was den Kompostwürmern im Wurmkomposter nicht bekommt oder nicht reinpasst: Zwiebeln, die Enden vom Lauch, Blumen- und Pflanzenreste, Rasenschnitt und etwas Holzasche aus der Pelletsheizung.
Nun war’s mal wieder an der Zeit, den Kompost umzusetzen und dabei etwas Humus für das anstehende Frühjahrsgärtnern zu gewinnen.

Die Überraschung war groß, als wir zwei Blindschleichen entdeckten, die sich in der Tiefe der Erde vergraben hatten. Die haben wir natürlich gleich wieder in den Behälter gelegt, um sie vor den aufmerksamen Katzenblicken zu schützen.

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Sommer: ein Rückblick

Der Himmel bleibt grau, draußen ist es naß und kalt. Die beste Zeit, um mein Blog zum Blühen zu bringen und ein paar meiner Gartenfotos zusammenzustellen, denn dafür bleibt ja im Sommer zu wenig Zeit. Den Anfang machen heute diverse Besucher aus dem Tierreich, die uns im Garten besuchten, manch einer hat’s aber leider nicht überlebt.

Als da wären “Little Batman“, der eines Morgens tot im Hof lag und ein Teil einer Blindschleiche, deren vorderes Ende hoffentlich überlebt hat.

Fledermaus Blindschleiche

Dann fanden wir diese kleine Mönchsgrasmücke, die sich beim Anblick einer Katze totstellte, aber bei genauem hinsehen unversehrt war. Leider waren unsere Versuche, das Vögelchen wieder ganz fit zu bekommen vergebens…

Mönchsgrasmücke Mönchsgrasmücke

Nun aber zu den Tieren, die unseren Garten auch überlebten. Neben unserer eignenen und den zahlreichen Nachbarskatzen haben wir diesen Sommer eine Menge Insekten vor die Linse bekommen:

Nachbarskater Umbra

Libelle Hummel Spinnensuchbild

Langbeinige Spinne Kreuzspinne Sächsische Wespe

Und zu guter Letzt:
Weinbergschnecke

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Praxistipp Wurmkomposter: Winterschutz für den Wurmkomposter

Der goldene November scheint nun doch ein Ende zu haben und zum Wochenende soll es den ersten Schnee in Deutschland geben.

Kompostwürmer werden bei kühler Witterung träger und können weniger Abfälle verwerten. Und bei sehr kalten Temperaturen könnten die Würmer sogar Schaden nehmen. Daher ist es ratsam eine Wurmfarm bei langen Kaltperioden in einen geschützten Raum wie zum Beispiel eine Garage, Hausflur, Keller, Speicher oder auch die Küche oder Abstellkammer zu bringen.

Wer diese Möglichkeit nicht hat sollte unbedingt ein paar Vorkehrungen treffen:
- den Can-o-Worms an einen wind- und regengeschützten Platz stellen
- den Hahn des Komposters öffnen damit gestaute Flüssigkeit nicht friert und den Komposter beschädigt.
- eine Isolierschicht aus dicker Kokosfasermatte oder Luftpolterfolie um den Komposter wickeln und gegebenenfalls auch den Deckel damit isolieren.

Winterschutz Can-o-Worms

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Waschen mit der Waschnuss

Heute geht’s mal nicht um Kompostwürmer und Wurmkomposter sondern um die gute alte Waschnuss. Seit nun sogar mein kleiner Supermarkt um die Ecke Waschnüsse im Sortiment hat ist es ja doch höchste Zeit, diese mal zu testen. Megaaktiv und Oxipearls kam mir noch nie in den Waschgang, aber geht es auch völlig ohne Duftstoffe, Bleichmittel, Tenside?

Die Waschnüsse wachsen in Asien am (wer hätte es gedacht?!) Waschnussbaum und werden dort zum Waschen von Kleidern und Haaren verwendet. Für den Gebrauch in westlichen Waschmaschinen verwendet man, abhängig von der Wasserhärte, 5-8 Waschnusshälften und abhängig von der Waschtemperatur kann man die halben Schalen auch mehrmals verwenden. Soweit die Angaben auf der Packung.

Meine Eigenversuche war nun eher enttäuschend: Eine Waschladung, die unter anderem ein paar Kleider enthielt, die etwas muffelig aus dem sommerlichen Kellerquartier kamen waren nach dem Waschen noch genauso muffelig. Bei einem anderen Mal war der Fleck auf dem T-Shirt noch genauso vorhanden wie vor dem Waschen.
Ich habe daraufhin sehr schnell beschlossen, wieder zu meinen bisherigen Mitteln von ecover oder frosch und etwas Gallseife zurückzugreifen und die Waschnüsse am Baum hängen zu lassen.

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Wurmhumus ernten

Am Wochenende war es mal wieder soweit: Wurmhumusernte in der eigenen Wurmfarm! Der oberste Arbeitsbehälter des Komposters hatte sich in der letzten Woche schnell mit Kürbisabfällen gefüllt und so war es an der Zeit, den untersten Arbeitsbehälter zu leeren um diesen wieder oben drauf zu setzen.

Die Komposterde im unteren Sieb kann geerntet werden wenn die Erde darin sehr krümelig ist, keine Küchenabfälle mehr da sind und keine (oder kaum noch) Kompostwürmer darin vorzufinden sind.

Wenn man nun Komposterde aus seinem Can-o-Worms ernten will stapelt man am besten alle Etagen um: Zuerst nimmt man den Deckel ab und legt diesen umgedreht auf den Boden. Darauf stellt man dann die oberste Etage und darauf wiederum die mittlere. So bleibt die Umgebung einigermaßen sauber und den Würmern kann am wenigsten passieren.
Der unterste Arbeitsbehälter steckt meist etwas fester im Auffangbecken: ein bisschen rütteln und ziehen – dann löst es sich.

Nun schüttet man die Erde in einen bereit gestellten Karton oder in einen Papiersack um. Dabei wird man feststellen, dass der eine oder andere Regenwurm den Weg nach oben doch noch nicht gefunden hatte. Diese Nachzügler werden es Ihnen danken, wenn sie von Hand umsortiert werden.

Im Auffangbehälter des Wurmkomposters wird sich etwas Schlamm (Humus und Wurmsaft) angesammelt haben – Spülen Sie den Behälter und das eben geleerte Sieb etwas aus und schon kann es weiter gehen. Die Etagen werden nun wieder zurückgestellt und die oberste (nun leere) Etage kann neu befüllt werden.

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Herbstlaub

Der Herbst zeigt sich bei uns im Südwesten gerade von seiner schönsten Seite: Sonnige Tage, Temperaturen bis an die 20 Grad und wunderschön gefärbtes Laub. Doch die idyllische Herbstruhe wird mancherorts gerne von lauten, kleinen Motoren durchbrochen.

Die Zeit der Laubsauger und Laubblaser ist wieder gekommen. Habe heute selbst einen Mann gesehen, wie er mit einem Laubblaser bewaffnet, feuchte Blätter (also ganz gezielt Blatt für Blatt) von seinem Gehweg pustete. Also mal davon abgesehen, dass den meisten Leuten das bisschen Fegen ganz gut täte, wünsche ich mir mehr Toleranz gegenüber Laub.
Im eigenen Garten bietet das Laub einen hervorragenden Lebensraum für Spinnen, Würmer, Insekten und mit etwas Holz und Ästen auch einen Unterschlupf für Igel oder Mäuse.


Foto: Sabine Butterblume

Der BUND hat in seinen Ökotipps einen Artikel hierzu veröffentlicht:
Laubsauger schaden Flora und Fauna
Kaum fällt das Herbstlaub, lärmen sie wieder in Park und Garten: die Laubsauger oder -blaser. Doch dieses Gartengerät schädigt Umwelt und Gesundheit durch Lärm und Schadstoffe und stört den Naturhaushalt. Durch den Schallpegel von bis zu 115 Dezibel – das entspricht dem Krach eines Presslufthammers – werden vor allem die Nachbarn belästigt und die Gesundheit der Benutzer geschädigt.

Laubsauger und -blaser, die von einem Zwei-Takt-Verbrennungsmotor angetrieben werden, sprühen mehr als ein Drittel des Kraftstoffes unverbrannt als giftige Kohlenwasserstoff-Dusche in die Umwelt und gefährden die Gesundheit des Bedieners.
[...]
Da die abgesaugten oder mit einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 220 km/h weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten, wird die Humus- und Nährstoffbildung behindert. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum, der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt.

Der BUND empfiehlt, zu Rechen und Harke zu greifen, die ganz ohne schädliche Emissionen auskommen. Das welke Laub sollte auf Beete und unter Gehölze verteilt werden, wo es während des Winters langsam verrottet, Boden und Kleintieren als Schutz dient und im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden kann.

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Umweltbewusstes Leben auch im Büro

Immer mehr Menschen gestalten ihren privaten Alltag möglichst umweltbewusst und ändern ihre Einstellung und ihr Verhalten Schritt für Schritt. Dabei sind ein sparsames Auto mit wenig Co2-Ausstoß oder gar der Verzicht auf das Autofahren, das Recycling von Papier und Glas, die Verwendung von Energiesparlampen oder der Kauf von Biolebensmitteln schon zur Normalität geworden.

Doch wie sieht es an unseren Arbeitsplätzen aus? Welche Möglichkeiten nutzt der Arbeitgeber und wie ist unser eigenes Verhalten an dem Ort, an dem wir so viel Zeit verbringen?
Auch einige Unternehmen denken um und haben Programme zum Umweltschutz im Büro entwickelt. So hat Microsoft angekündigt, seine Abfälle im Headquarter in Redmond zu halbieren. Das Recycling Programm sieht vor, Öle und Fette aus den Kantinen zu Biodiesel zu verarbeiten, umweltfreundliche Materialien einzusetzen sowie Essensreste und Küchenabfälle zu kompostieren.

Aber auch – oder gerade – kleine Unternehmen können gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Recyclingprogramme oder Sparmaßnahmen für Ressourcen entwickeln. Wird im Büro der Müll getrennt und richtig entsorgt und gibt es eine Kompostierungsmöglichkeit? Stehen Recyclingpapier zur Verfügung und kann der Drucker beidseitig bedruckt werden? Hat der Arbeitgeber einen Ökostrom-Anbieter gewählt? Ich bin sicher, dass sich in jedem Büro ein paar engagierte Mitarbeiter finden, die Ideen sammeln, entwickeln und umsetzen können.

Weitere Links zu diesem Thema:
Ökotipps des BUND
Podcast Grüner Leben, Episode Grüner drucken
Earth911.com
Memo: Online-Shop für umweltfreundlichen Bürobedarf

Komentare (2)

Kompostladen in den Medien

In der letzten Ausgabe von “Der Sonntag” erschien ein Artikel über meinen Kompostladen. Der Text von Katja Russhardt ist hier als pdf nachzulesen:
Recycling mit Regenwurm (pdf)

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Ein Jahr ohne Müll

Der Amerikaner Dave Chameides sammelt in seinem Haus in Los Angeles für ein Jahr seinen Müll, den er nicht vermeiden oder nicht recyceln kann. Damit will er sich selbst und anderen vor Augen führen, welche Müllberge eine vierköpfige Familie innerhalb nur eines Jahres produziert. Gleichzeitig entwickelt er natürlich und zwangsläufig Alternativen zur Reduzierung seines Mülls. Und siehe da: Für das Recycling seiner Küchen- und Essensabfälle hat er sich einen stapelbaren Wurmkomposter in den Keller gestellt.

Weitere Informationen:
Interview mit Dave Chameides in der Financial Times Deutschland
Weblog Sustainable Dave

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