Archiv des MonatsJuly, 2009

Was ist Wurmkompostierung … wie geht das … und was ist so toll daran?

Wurmkompostierung ist die Zersetzung von organischen Haushaltsabfällen mit Hilfe von Kompostwürmern zu Dünger und Humus für Deinen Garten.

Was benötigst Du dafür?
1. Einen Behälter zur Kompostierung
Diesen kannst Du selbst aus Holz bauen (verschiedene Anleitungen hierfür finden sich im Web, z.B. bei der Washington State University). Man kann auch einen Plastikbehälter entsprechend modifizieren (Drainage und Luftlöcher einbauen), oder die komfortablere Variante, den speziell für diesen Zweck hergestellten Wurmkomposter, kaufen.

2. Den richtigen Standort
Die Kompostwürmer vertragen weder zu viel Hitze (direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden) noch extreme Kälte. Als Standort kommen ein geschützter Platz auf dem Balkon, der Keller oder ein Schuppen in Frage.

3. Würmer
Der Kompostwurm, oder auch Mistwurm genannt, ist eine Regenwurmart, die sich auf die Zersetzung von totem organischem Material spezialisiert hat. Sein lateinischer Name lautet eisenia foetida und er ist etwas kleiner als der uns häufig vorkommende Gartenregenwurm. Ein weiteres wichtiges Erkennungsmerkmal sind seine roten Streifen. Im englischen wird er auch häufig Red Wiggler oder Tiger Worm genannt.

Es gibt viele gute Gründe für Wurmkompostierung:
1. Reduziere Deine Abfallmenge. Durch das Recycling Deiner Küchenabfälle (die ca. 30% des Haushaltsabfalls ausmachen) reduzierst Du die Müllmenge, die auf den Müllkippen landet.

2. Dein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz. Weniger Abfälle bedeuten weniger LKWs auf den Straßen. Durch das direkte Recycling zuhause reduziert sich das Methan, das in den Müllkippen produziert wird. Durch die Verwendung von selbst hergestelltem Humus werden die Moore geschont.

3. Es nutzt Deinen Pflanzen. Du kannst den Wurmhumus für Topfpflanzen oder im Garten verwenden – in jedem Fall hast Du damit einen der besten Dünger, die man bekommen kann.

4. Es ist einfach! Ist die Wurmfarm erst mal eingerichtet, funktioniert der Betrieb sehr mühelos.

5. Es macht Spaß! Probier es aus und Du wirst feststellen, wie viel Freude es macht, die Kompostwürmer zu füttern und zu betreuen.

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Praxistipp Can-o-Worms: Das Einsetzen einer neuen Etage

Wann ist der richtige Moment, um eine neue Etage in den Can-o-Worms Wurmkomposter einzusetzen? Viele Neulinge der Wurmkompostierung sind etwas unsicher, wenn es darum geht, den richtigen Zeitpunkt für das Aufsetzen der neuen Etage zu finden. Man entwickelt aber schnell ein Gefühl dafür und macht seine Erfahrungen.

Die wichtigsten Voraussetzungen:
- die aktuelle Etage ist mit ausreichend (und nicht zu vielen) Küchenabfällen befüllt so dass die neue Etage auf den Abstandshaltern aufliegen kann (siehe Bild).
- es sind ausreichend Kompostwürmer in der aktuellen Etage vorhanden. Setze keine neue Etage ein, wenn die Würmer in der aktuellen Etage kaum etwas kompostiert haben und erst in geringer Zahl vorhanden sind. Dies wird ansonsten zu Schimmelbefall führen.

Can-o-Worms: Einsetzen einer neuen Etage

Can-o-Worms: Einsetzen einer neuen Etage

Die häufigste Frage: Warum kommen die Kompostwürmer nicht in die obere Etage?
Die Erklärung hierfür ist recht einfach: Während des Kompostierungsprozesses verdichtet sich das Material – der Abstand zwischen Kompost der unteren Etage und der obersten Etage vergrößert sich und kann von den Würmern nicht überwunden werden.

Die Lösung: Fülle auch in der unteren Etage etwas Küchenabfälle und Papier ein, um den Abstand wieder zu verringern oder schaffe eine „Brücke“, in dem Du das Material der unteren Etage in der Mitte anhäuft und so den Aufstieg ermöglichst.

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Tsunami im Wurmkomposter

Der Sommer macht noch mal wieder eine kurze Pause und erfrischt uns mit viel viel Regen. Dabei kann es leicht zu einer Überschwemmung im Can-o-Worms kommen, wenn dieser nicht unterm Dach steht oder eine Regenhaube trägt. War Dein Wurmkomposter einem starken Platzregen ausgesetzt solltest Du auf jeden Fall
- den Ablasshahn öffnen um das überschüssige Wasser abzulassen. Am besten den Hahn ein paar Tage offen lassen, da weitere Flüssigkeit von oben nach unten tropfen wird.
- sicherheitshalber überprüfen, wie viel Staunässe sich in den unteren Etagen entwickelt hat und mit etwas zerrissenem Papier für Trocknung sorgen.
- sicherheitshalber im Auffangbehälter nachsehen, ob viele Kompostwürmer nach unten geschwemmt wurde, und falls nötig die Rettungsaktion einleiten.

Wasser im Wurmkomposter

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