Archiv des MonatsJune, 2009

Besuch in der Biologischen Station Osterholz-Scharmbeck (BioS)

Die Biologische Station Osterholz-Scharmbeck, kurz BioS, ist ein Naturschutzprojekt, das seit nunmehr 20 Jahren ca. 15 km nördlich von Bremen tätig ist.

Biologische Station Mühle

Die BioS entwickelt und begleitet Programme zum Schutz bzw. Erhalt von speziellen Lebensräumen wie Obst- und Feuchtwiesen, Hecken, Mooren oder Bächen und führt gezielte Maßnahmen zum Artenschutz durch.

Sonnentau Torfmoos

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umweltbildung. Kinder unterschiedlichster Altersklassen lernen dabei praxis- und erlebnisorientiert die Zusammenhänge im Naturkreislauf und erwerben spielerisch Wissen über den schonenden Umgang mit Ressourcen und Lebewesen.
Zu den zahlreichen angebotenen Aktionen gehören unter anderem der Anbau und die Ernte von Kartoffeln, Wanderungen durchs Moor und den Wald, der Besuch bei einem Imker, die Herstellung von Apfelsaft und Eiscreme, das Recycling und Kompostierung, usw.

freundlicher Baumgeist Kartoffelfeld

Und natürlich wird hier auch kompostiert, was das Zeug hält: Ein schön angelegter klassischer Kompost dessen Seitenwände für Kompostwürmer durchlässig ist, ist schon seit Jahren im Einsatz. Relativ neu hingegen ist hier die Kompostierung in einer selbst gebauten Wurmkiste aus Holz sowie im Can-o-Worms.

Kompost Wurmkiste can-o-worms

Bei unserem Ausflug zur BioS durften wir selbst einen kleinen Einblick in die vielen spannenden Arbeitsbereiche und auch auf die schöne Landschaft werfen. Vielen Dank!

Website der Biologischen Station Osterholz

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Springschwänze (Collembola) im Wurmkomposter

Zu den nützlichen Mitbewohnern eines Can-o-Worms gehören auch die Collembola, auch Springschwänze oder Blindspringer genannt. Diese Tiere sind ca. 1 bis 5 mm lang und weiß pigmentiert.

Die Collembola sind wesentlich bei der Entstehung von Humus beteiligt und fördern die Bodenfruchtbarkeit. Meist sind diese Lebewesen bereits im Substrat enthalten, in dem die Kompostwürmer geliefert werden und können dann Ihre Arbeit direkt im Wurmkomposter aufnehmen.


Foto rechts: Copyright Martin Reiner

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Fruchtfliegen im Can-o-Worms

Jeder, der einen Wurmkomposter betreibt, bekommt es früher oder später mit diesen kleinen Besuchern zu tun. Glücklicherweise sind sie für die Kompostwürmer nicht schädlich, können aber sehr lästig werden – insbesondere wenn der Wurmkomposter in Innenräumen betrieben wird.

Mit etwas erhöhtem Aufwand kann man kann durchaus verhindern, dass eine Fruchtfliegenplage ausbricht: Die winzigen Eier der Fruchtfliegen sitzen ja meist schon beim Kauf in der Haut des Obstes oder des Gemüses. Die Eier werden durch Hitze zerstört und wer die Schalen ein paar Minuten in die Mikrowelle oder in heißes Wasser legt zerstört diese Eier.

Bereits im Komposter lebenden Fruchtfliegen macht man die Fortpflanzung schwer, in dem man feuchtes Zeitungspapier über die Obstreste legt.

Sollte die Fruchtfliegenplage mal unangenehme Auswüchse angenommen haben, hilft man sich am besten mit Fliegenfallen. Ebenfalls erfolgreich war ich damit, ein mit Essig und einem Tropfen Spülmittel gefülltes Gefäß in den Komposter zu stellen, um die Fliegen damit anzuziehen und zu ertränken.

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