Archiv des MonatsOctober, 2008

Wurmhumus ernten

Am Wochenende war es mal wieder soweit: Wurmhumusernte in der eigenen Wurmfarm! Der oberste Arbeitsbehälter des Komposters hatte sich in der letzten Woche schnell mit Kürbisabfällen gefüllt und so war es an der Zeit, den untersten Arbeitsbehälter zu leeren um diesen wieder oben drauf zu setzen.

Die Komposterde im unteren Sieb kann geerntet werden wenn die Erde darin sehr krümelig ist, keine Küchenabfälle mehr da sind und keine (oder kaum noch) Kompostwürmer darin vorzufinden sind.

Wenn man nun Komposterde aus seinem Can-o-Worms ernten will stapelt man am besten alle Etagen um: Zuerst nimmt man den Deckel ab und legt diesen umgedreht auf den Boden. Darauf stellt man dann die oberste Etage und darauf wiederum die mittlere. So bleibt die Umgebung einigermaßen sauber und den Würmern kann am wenigsten passieren.
Der unterste Arbeitsbehälter steckt meist etwas fester im Auffangbecken: ein bisschen rütteln und ziehen – dann löst es sich.

Nun schüttet man die Erde in einen bereit gestellten Karton oder in einen Papiersack um. Dabei wird man feststellen, dass der eine oder andere Regenwurm den Weg nach oben doch noch nicht gefunden hatte. Diese Nachzügler werden es Ihnen danken, wenn sie von Hand umsortiert werden.

Im Auffangbehälter des Wurmkomposters wird sich etwas Schlamm (Humus und Wurmsaft) angesammelt haben – Spülen Sie den Behälter und das eben geleerte Sieb etwas aus und schon kann es weiter gehen. Die Etagen werden nun wieder zurückgestellt und die oberste (nun leere) Etage kann neu befüllt werden.

Kommentar

Herbstlaub

Der Herbst zeigt sich bei uns im Südwesten gerade von seiner schönsten Seite: Sonnige Tage, Temperaturen bis an die 20 Grad und wunderschön gefärbtes Laub. Doch die idyllische Herbstruhe wird mancherorts gerne von lauten, kleinen Motoren durchbrochen.

Die Zeit der Laubsauger und Laubblaser ist wieder gekommen. Habe heute selbst einen Mann gesehen, wie er mit einem Laubblaser bewaffnet, feuchte Blätter (also ganz gezielt Blatt für Blatt) von seinem Gehweg pustete. Also mal davon abgesehen, dass den meisten Leuten das bisschen Fegen ganz gut täte, wünsche ich mir mehr Toleranz gegenüber Laub.
Im eigenen Garten bietet das Laub einen hervorragenden Lebensraum für Spinnen, Würmer, Insekten und mit etwas Holz und Ästen auch einen Unterschlupf für Igel oder Mäuse.


Foto: Sabine Butterblume

Der BUND hat in seinen Ökotipps einen Artikel hierzu veröffentlicht:
Laubsauger schaden Flora und Fauna
Kaum fällt das Herbstlaub, lärmen sie wieder in Park und Garten: die Laubsauger oder -blaser. Doch dieses Gartengerät schädigt Umwelt und Gesundheit durch Lärm und Schadstoffe und stört den Naturhaushalt. Durch den Schallpegel von bis zu 115 Dezibel – das entspricht dem Krach eines Presslufthammers – werden vor allem die Nachbarn belästigt und die Gesundheit der Benutzer geschädigt.

Laubsauger und -blaser, die von einem Zwei-Takt-Verbrennungsmotor angetrieben werden, sprühen mehr als ein Drittel des Kraftstoffes unverbrannt als giftige Kohlenwasserstoff-Dusche in die Umwelt und gefährden die Gesundheit des Bedieners.
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Da die abgesaugten oder mit einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 220 km/h weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten, wird die Humus- und Nährstoffbildung behindert. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum, der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt.

Der BUND empfiehlt, zu Rechen und Harke zu greifen, die ganz ohne schädliche Emissionen auskommen. Das welke Laub sollte auf Beete und unter Gehölze verteilt werden, wo es während des Winters langsam verrottet, Boden und Kleintieren als Schutz dient und im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden kann.

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