Archiv des MonatsSeptember, 2008

Umweltbewusstes Leben auch im Büro

Immer mehr Menschen gestalten ihren privaten Alltag möglichst umweltbewusst und ändern ihre Einstellung und ihr Verhalten Schritt für Schritt. Dabei sind ein sparsames Auto mit wenig Co2-Ausstoß oder gar der Verzicht auf das Autofahren, das Recycling von Papier und Glas, die Verwendung von Energiesparlampen oder der Kauf von Biolebensmitteln schon zur Normalität geworden.

Doch wie sieht es an unseren Arbeitsplätzen aus? Welche Möglichkeiten nutzt der Arbeitgeber und wie ist unser eigenes Verhalten an dem Ort, an dem wir so viel Zeit verbringen?
Auch einige Unternehmen denken um und haben Programme zum Umweltschutz im Büro entwickelt. So hat Microsoft angekündigt, seine Abfälle im Headquarter in Redmond zu halbieren. Das Recycling Programm sieht vor, Öle und Fette aus den Kantinen zu Biodiesel zu verarbeiten, umweltfreundliche Materialien einzusetzen sowie Essensreste und Küchenabfälle zu kompostieren.

Aber auch – oder gerade – kleine Unternehmen können gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Recyclingprogramme oder Sparmaßnahmen für Ressourcen entwickeln. Wird im Büro der Müll getrennt und richtig entsorgt und gibt es eine Kompostierungsmöglichkeit? Stehen Recyclingpapier zur Verfügung und kann der Drucker beidseitig bedruckt werden? Hat der Arbeitgeber einen Ökostrom-Anbieter gewählt? Ich bin sicher, dass sich in jedem Büro ein paar engagierte Mitarbeiter finden, die Ideen sammeln, entwickeln und umsetzen können.

Weitere Links zu diesem Thema:
Ökotipps des BUND
Podcast Grüner Leben, Episode Grüner drucken
Earth911.com
Memo: Online-Shop für umweltfreundlichen Bürobedarf

Kommentare (2)

Kompostladen in den Medien

In der letzten Ausgabe von “Der Sonntag” erschien ein Artikel über meinen Kompostladen. Der Text von Katja Russhardt ist hier als pdf nachzulesen:
Recycling mit Regenwurm (pdf)

Kommentar

Ein Jahr ohne Müll

Der Amerikaner Dave Chameides sammelt in seinem Haus in Los Angeles für ein Jahr seinen Müll, den er nicht vermeiden oder nicht recyceln kann. Damit will er sich selbst und anderen vor Augen führen, welche Müllberge eine vierköpfige Familie innerhalb nur eines Jahres produziert. Gleichzeitig entwickelt er natürlich und zwangsläufig Alternativen zur Reduzierung seines Mülls. Und siehe da: Für das Recycling seiner Küchen- und Essensabfälle hat er sich einen stapelbaren Wurmkomposter in den Keller gestellt.

Weitere Informationen:
Interview mit Dave Chameides in der Financial Times Deutschland
Weblog Sustainable Dave

Kommentar

Praxistipp Wurmkomposter: Überwinterung der Wurmfarm

Der erste Kälteeinbruch ist zu spüren und der verantwortungsbewusste Wurmkompost-Gärtner stellt sich die Frage nach der Überwinterung der Kompostwürmer.

Die Würmer in einem Can-o-Worms überstehen den mitteleuropäischen Winter durchaus, wobei es sehr ratsam ist, die Überwinterung zu unterstützen.
Idealerweise stellt man den Komposter über die kältesten Wintermonate in eine Garage, einen Schuppen oder den Keller. Damit stellt man sicher, dass die Tiere die Kälte gut überstehen.
Hat man keine dieser Möglichkeiten, sollte der Komposter windgeschützt an einer Hauswand stehen und mit einer Winterschutzmatte aus Kokosfaser (wie man sie für die Überwinterung von Terracotta Blumentöpfen verwendet) oder mit Luftpolsterfolie umwickelt werden. So schafft man eine Isolierung des Wurmkomposters und einen Schutz vor der Kälte.

Beachtet bitte, dass die Würmer mit sinkenden Temperaturen inaktiver werden und die Kompostierung langsamer vorangeht oder stagniert.

Kommentar