Wurmkomposter als Alternative zur Biotonne?
Ist eine Wurmfarm wie z.B. der Can-o-Worms Komposter als Alternative zur Biotonne (oder auch: braune Tonne) zu betrachten? Wo liegen die jeweiligen Vor- und Nachteile? Für wen macht es Sinn, die Biotonne mit einem Wurmkomposter zu ergänzen, oder die Biotonne ganz zu ersetzen?
Jeder Haushalt produziert Grünmüll in unterschiedlichen Mengen und Zusammensetzungen. Eine Sammlung an Pros und Contras kann bei der Beantwortung der Frage helfen.
Die Vorteile der Biotonne:
- Entlastung der Mülldeponien und Verbrennungsanlagen
- Große Mengen (normalerweise ab 60 Liter) können darüber entsorgt werden
- Küchen- und Gartenabfälle werden in der Biotonne gesammelt
Nachteile der Biotonne:
- Geruchsbildung und Maden insbesondere in den Sommermonaten
- Je nach Gemeinde fallen erhebliche Gebühren an
- Für Haushalte ohne Garten ist eine Biotonne oft überdimensioniert
- Ist in manchen innerstädtischen Bereichen (Fußgängerzonen) nicht erlaubt
- Ist in manchen Gemeinden nicht erhältlich
Vorteile einer Wurmkiste
- Entlastung der Mülldeponien und Verbrennungsanlagen
- Keine Geruchsbildung
- Investitionskosten amortisieren sich im Schnitt nach ca. 3 Jahren gegenüber der Biotonne
- Als eigenes Produkt wird Wurmhumus und Flüssigdünger hergestellt
- Umweltpädagogisch interessant für Kinder, da der Recyclingprozess sehr nah erlebt wird und Kinder Würmer lieben!
Nachteile
- Gartenabfälle (Äste, Rasenschnitt) können im Wurmkomposter nicht recycelt werden
Fazit: Ein Wurmkomposter ist eine Alternative zur Biotonne für Leute, die nur Küchenabfälle (nicht Gartenabfälle) kompostieren möchten und die keinen Platz für einen herkömmlichen Komposter haben oder die vor der körperlichen Arbeit, die damit einhergeht, zurückschrecken.
Dabei kann sogar noch Geld gespart werden, die durchschnittlichen jährlichen Gebühren für eine Biotonne von 45 Euro sind bald wieder drin.









